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Buckminster Fuller and Ron Resch

Ü1 FALTUNG

Einführungsübung: Abstraktion
Raum wird durch Flächen begrenzt, Flächen von Ecken oder Kanten.
Im Entwurfsprozess findet ein stetiger Wechsel zwischen der zweiten und der dritten Dimension statt. Räumlich Gedachtes (dreidimensional) wird zeichnerisch abstrahiert und zweidimensional (Grundriss / Ansicht / Schnitt) weiterentwickelt und dargestellt. Diese Übung soll ein erstes Gefühl für die Komplexität des Entwurfsprozesses vermitteln und den ständigen Wechsel von räumlicher Intension und gezeichneter Abstraktion verdeutlichen.
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Vorgehensweise und Arbeitsmaterialien:
Aus dem vorgegebenen Karton (70x100) wird durch Falten, Fügen und Schneiden ein räumlich spannungsvolles Objekt entwickelt, welches eine dreidimensionale Struktur zeigt. Dabei geht es beispielsweise um ein spannungsvolles Verhältnis von offenen zu geschlossenen Flächen, die Wirkung von Licht und Schatten, um Einblicke und Durchblicke. Zu beachten ist jedoch auch eine angemessene Stabilität des Materials Papier. Es sollen keine Verschnittflächen entstehen und auf Klebestoffe verzichtet werden.
Denken Sie nach was sie erreichen wollen. Experimentieren Sie! Entwerfen ist ein Prozess! Bauen Sie ihre Ideen zunächst als kleinere Modelle. Das wird Ihnen helfen, das Materialverhalten und die Objektwirkung in der dritten Dimension zu prüfen und weiter zu entwickeln. Das Objekt kann hängen, stehen oder auch liegen, sollte aber keine definierte Unterseite haben.

 



Ü2 ABSTRAKTION

Die Übung hat zum Ziel, den Wechselprozess von konkreter und abstrakter Lesbarkeit einer vorgegebenen Struktur kennenzulernen und zu interpretieren. Wie bei jedem Entwurfsprozeß geht es bei der Übung darum, aus der Interpretation der Aufgabe heraus für sich ein Thema zu formulieren. Dieses soll in ein bildhaftes und räumliches Konzept umgewandelt werden.

Vorgaben
- Ausschnitt aus der Landkarte der Niederlande M 1:200.000 aus: Grote Topografische Atlas van Neederland, Bd.2, Grooningen 1987
-Albrecht Dürer, Melencolia I, Kupferstich aus: Dürer und seine Zeit, Time Inc. Nederland, 1972

Vorgehensweise
Mit einem quadratischen Rahmen beliebiger Größe soll ein Ausschnitt aus einem der vorliegenden Bilder gewählt werden. Der Ausschnitt ist Grundlage für die weitere Bearbeitung: er kann vergrößert, verkleinert oder anderweitig reprotechnisch bearbeitet werden. Der Ausschnitt soll in seinen grafischen Bestandteilen (Linien, Flächen, Textur) abstrahiert und unabhängig von dem ursprünglichen Bildzusammenhang interpretiert und weiter entwickelt werden. Die herausgearbeitete Lesbarkeit soll als Thema formuliert und graphisch erfasst werden. Die Darstellungsfläche beträgt 13 x 13 cm. Das Ergebnis ist in einem einfachen räumlichen Schnittmodell 26 x 26 cm festzuhalten.

 

 



Stephen Craig, Transportable Pavilion, 1996

Ü3 DREI RÄUME FÜR DIE KUNST

Die abschließende Übung dieses Semesters thematisiert das räumliche Entwerfen mit der Konzentration auf den Innenraum. Wir entwickeln Körper und damit gleichermaßen Raum. Masse und Leere ist einen kontemplative Erscheinungsform. Voll und Hohl stehen im Kontinuum allen Räumlichens.
Räume werden in Beziehung zueinander erlebt. In Kontrast, in der Folge einer gleichartigen Reihung werden sie hierarchisch gegliedert. Charakterisierung erhalten sie durch ihre Proportionen und Öffnungen ( Verhältnis Offen/Geschlossen, Licht/Schatten). Diese Faktoren bestimmen Maßgeblich die Stimmung von Räumen.

Für drei ausgewählte Kunstwerke aus einem Hannoveraner Museum soll ein spezifischer Raum entworfen werden: ein Raum für ein Bild oder eine Bildgruppe, für eine Plastik oder Skulptur, eine Lichtinstallation oder Projektion. Ausgangspunkt für das Ausstellungsgebäude ist ein einfacher rechtwinkliger Körper mit einem Volumen von 1000m3. Innerhalb dessen sollen drei spezielle Räume entwickelt und positioniert werden. Dabei soll die räumliche Reaktion auf die Ausstellungsobjekte ein eigens architektonisches Thema definieren. Mit der Positionierung und Proportionierung der Räume werden gleichzeitig auch die Zwischenräume der Wegeführung und Erschließung formuliert. Als viertes Element soll der gerahmte Blick nach draußen eingearbeitet werden. Bearbeite auch den Übergang von Außen nach Innen.

Vorgehensweise
Gemeinsam besuchen wie Hannoveraner Museen/ Ausstellungen.
Wähle dort Kunstwerke aus und erfasse ihre Proportion und Maße. Erfasse auch die Räume in denen sie ausgestellt sind und wie es inszeniert ist. Stelle das ‚Aufmass’ zeichnerisch dar. Entwickle eine Idee für den spezifischen Raum, leite daraus ein Konzept das Ausstellungsgebäude ab. Darstellung_ Arbeitsergebnis
Die Darstellung ist von der inhaltlichen Aussage des Entwurfes abzuleiten.

Darstellung des Entwurfs in Lageplan, Ansichten, Grundrissen, Schnitten, Perspektiven
Zeichnungserie (Bleistift auf DIN A3 bzw. verkleinert auf Postkartenformat)
Modell 1.500, Innenraummodell (adäquates Material)

 

Sammlungen

Ü4 Mappe . Portfolio

Portfolio (lateinisch:  portare ‚tragen, führen, bringen‘ und folium ‚Blatt‘), selten Portefeuille, bezeichnet eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Im übertragenen Sinne kann es auch eine Sammlung von hilfreichen Methoden, Verfahren oder Handlungsoptionen bedeuten.

Vorgehensweise
Jedem Bearbeiter bleibt es freigestellt, welche Teile seiner Semesterarbeiten Ü1-Ü3 vertieft oder überarbeitet werden. Dabei spielen die graphische Vermittlung und das schlüssige Gesamtlayout eine  ebensolche Rolle wie die inhaltliche Qualität der Entwürfe.
Dabei ist eine knappe, aber dafür umso präzisere Präsentation grundsätzlich einer unreflektierten und ungefilterten Ansammlung von Zeichnungen, Photos vorzuziehen. Dies gilt natürlich nicht wenn Serie und Wiederholung zum methodischen oder formalen Prinzip gehören. Dies impliziert also eine bewusste Reflexion der eigenen Arbeit und deren Inhalte, um das Gemeinte überzeugend auf den Punkt zu bringen. Die Entwicklung oder Herleitung einer Idee kann genauso Bestandteil sein wie das Ergebnis selbst.

Darstellung
Eine Mappe mit überarbeiteten Übungsergebnissen.
Die Darstellung kann in Bleistift,  Mischtechnik erfolgen.
Dokumentation der einzelnen Arbeiten mit Photos, Collagen etc. .
Auch die Mappe als solches sollte ein den Inhalt unterstützendes Objekt sein.