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Jürgen Albrecht

Ü1 Der Innere Ausdruck
Innen und Aussen
„Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -
aber abends zum Kino hast dus nicht weit...“
aus: Kurt Tucholsky „Das Ideal“

Die Beziehungen und Widersprüche von unterschiedlichen Sphären gehören zu den zentralen architektonischen Themen. Wir möchten uns in der ersten Übung räumlich- atmosphärische an eine Reihe solcher Dialektiken annähern. 
Es sind mindestens zwei Beziehungspaare wie Innen- Außen, Vorn- Hinten, Hell- Dunkel, Eng- Weit, Breit- Schmal zu formulieren und in einem abstrakten Modell auszudrücken.
Ziel ist eine Sensibilisierung für formale architektonische Themen bei der Entwicklung einer Baukörperfigur. 

1. Vorgehensweise
Gegeben ist eine Raumbegrenzung von 70x15x20cm (l/b/h). Innerhalb dieses Rahmens sind mindesten zwei gewählte Gegensatzpaare räumlich- skulptural auszuformulieren.
Dabei müssen die vorgegebenen Außenkanten pro Seite mindestens einmal berührt werden, d.h. das Volumen muss nicht ausgefüllt werden, aber erkennbar bleiben. 

Oswald Mathias Ungers, Schlosspark Braunschweig, 1976

Ü2 Stadtmorphologie und Typus
Die Kenntnis der Stadt und ihrer historisch- morphologischen Entwicklung ist eine nicht unwesentliche Vorraussetzung beim entwickeln eines eigenen Themas und dem überprüfen der eigenen Haltung. Unser Handeln steht zwangsläufig immer im Bezug zu etwas, was man Umgebung nennen kann. Bei der Analyse der Umgebung bedient man sich bestimmter Werkzeuge und Begriffe. 
Der Begriff „Morphologie“ bedeutet „Gestaltlehre“. Die Stadtmorphologie befasst sich dem entsprechend mit  Siedlungs- und Stadtformen und ihren Formungsprozessen.
Gegenstand der Betrachtung ist dabei die Struktur der Bebauung, die Parzellenbildung als Grundlage der Bebauung, die Gebäudetypologie und die Netze der Erschließung.
Der Begriff „Typus“, vom griechischen Typos  stammend und das Geprägte bedeutend, wurde ursprünglich für das Prägebild einer Münze verwendet.
Allgemein wird der Typus für das Urbild gebraucht. Der Typus bezeichnet eine Gruppe von Personen oder Dingen gemeinsamen Ideal- oder Grundformen. Er benennt die mustergültigen Eigenschaften einer Gattung. Sich wiederholende Bauaufgaben führen zur Ausbildung von Typen. Die durch Erfahrung geförderte Entwicklung führt zu allgemein anerkannten Lösungen, die als Grundtypen lange Zeit bestehen und regional variiert werden. 
Wir wollen das erweitere Umfeld unseres Planungsgebietes betrachten und für unsere Situation relevante Bebauungsstrukturen aufzeigen. In Form einer  typologischen Sammlung soll ein Spektrum von mindesten 5 differenten Strukturen in Form von schwarzweiss- Zeichnungen im Maßstab 1:1000 katalogisiert und benannt werden. Die ausgewählten Typologien sind in Relation zu ihrer benachbarten Umgebung darzustellen.
Die Arbeitsgrundlage hierfür ist der Schwarzplan.