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Buckminster Fuller and Ron Resch

Ü1 FALTUNG
„es kömmt auf gewohnheit, übung, neigungen, gemütsbeschaffenheit, winkel und falten
der seele an, wohin die aufmerksamkeit bei erblickung eines gegenstandes sich lenken soll“

aus: Jakob und Wilhelm Grimm,
Deutsches Wörterbuch, 1854


Raum wird durch seine Grenzen bestimmt- durch Flächen, Ecken oder Kanten.
Im Entwurfsprozess wird räumlich Gedachtes zeichnerisch entwickelt und zweidimensional
in Grundriss, Ansicht, Schnitt dargestellt. Ein Modell hilft, seine Ideen dreidimensional darzustellen und zu prüfen.

Die Übung soll ein erstes Gefühl für diesen ständigen Wechsel von zweidimensionaler und dreidimensionaler Darstellung  im Entwerfen vermitteln.

Eduardo Chillida, Ringsum V, 1968

Ü2 INTERPRETATION EINES REPERTOIRES
Wir lenken den Blick auf die ausgewählten Bauten aus dem Kurs „Wechselwirkungen“. Dabei
geht es insbesondere um den architektonischen Charakter des Hauses. Uns interessieren die
inneren Raumbezüge, die Art der Raumabfolge und die Lichtführung.
Aufgabe
Analysiert Grundriss und Schnitt des Euch vorliegenden Gebäudes. Achtet darauf, wie die
einzelnen Räume miteinander verbunden sind oder wie sie sich voneinander trennen. Stellt fest
wie die innere Organisation des Hauses funktioniert und guckt welche Abhängigkeiten/
Verhältnisse sich daraus ergeben. Untersucht und analysiert folgende Begriffe:
Weg- Raum, Außenraum- Innenraum, Licht- Dunkel (geschlossene Fläche zu offener Fläche),
Höhe- Tiefe- Länge (Proportionen), Farbe- Material, Raum- Zwischenraum, Positiv- Negativ.

Stephen Craig, Transportable Pavilion, 1996

Ü3 DREI RÄUME FÜR DIE KUNST
Ausgangspunkt
Das Entwerfen ist ein komplexer Vorgang. Bei jedem entwerferischen Prozess geht es darum,
aus der Interpretation der Vorgaben für sich ein Thema zu formulieren und dieses in ein
räumliches Konzept umzusetzen.
Thema
Diese Übung thematisiert das räumliche Entwerfen mit Konzentration auf den Innenraum. Wir
entwickeln Körper und damit gleichermaßen Raum. Masse und Leere ist eine kontemplative
Erscheinungsform. Räume werden in Beziehung zueinander erlebt. Charakterisierung erhalten
sie durch Proportionen und Öffnungen. Die Stimmung eines Raumes wird durch Licht und
Schatten bestimmt.
Aufgabe
Für drei ausgewählte Kunstwerke aus den Hannoveraner Kunst- Institutionen sollen drei
spezifische Räume entworfen werden: ein Raum für ein Bild (oder Bildgruppe), ein Raum für
eine Skulptur (Innen- oder Aussenraum: Patio, Dachterrasse, o.a.) und ein Raum für eine
Lichtinstallation oder Projektion, also einen Dunkelraum. Ausgangspunkt für das
Ausstellungsgebäude ist ein einfacher rechtwinkliger Körper mit einem Richtwert für das
Volumen von 1.000 m3. Innerhalb diesem sollen drei spezifische Räume für die Kunstwerke
entwickelt und positioniert werden. Dabei soll die räumliche Reaktion auf die
Ausstellungsobjekte ein eigenes architektonisches Thema definieren. Mit der Positionierung
und Proportionierung der Räume werden gleichzeitig auch die Zwischenräume der
Wegeführung formuliert. Bearbeite auch den Übergang von Außen nach Innen. Das Gebäude
muss sich über mindestens zwei Ebenen entwickeln.