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Rachel Whiteread Untitled (Domestic), 2002. Mixed media. Haunch of Venison staircase. (676 x 584 x 245 cm.)

Ü1 Treppe als Raum
Die Übung hat zum Ziel, die Dreidimensionalität einer Treppe erfahrbar zu machen. Neben der Funktion einer Treppe Höhenunterschiede miteinander zu verbinden, ist die Treppe ein räumliches Element, welches auf Grund von unterschiedlichen Steigungsmaßen und Richtungen einen dreidimensionalen Weg beschreibt.

1. Vorgehensweise
Gegeben ist ein Körper, dessen eine Kantenlänge 30 cm betragen soll. Die anderen Maße sind variabel. Der Maßstab des Körpers (1:1, 1:2, 1:5, 1:10, 1:20 etc.) ist selbst zu definieren und durch eine Figur mit einer Höhe von h=1,70m sichtbar zu machen. Es ist ein Thema zu formulieren, wie der vorgegebene Höhenunterschied von 30cm räumlich verbunden wird. Das Steigungsmaß der Treppe ist hierbei entwurfsabhängig und kann auch innerhalb des Objektes variieren. Was für ein Raum entsteht unterhalb der Treppe? Kann unterhalb der Treppe auch gleichzeitig oberhalb sein? Was für eine spannende räumliche Wegabfolge lässt sich von einer Ebene zur nächst folgenden Ebene entwickeln? Wie ist das Verhältnis von Treppensteigung zur Treppenbreite? Wieviele Treppen führen zum Ziel?

2. Darstellung und Arbeitsergebnis:
Es sind Ansichten und Schnitte zur Klärung der Idee maßstabsgerecht zu zeichnen. Das Modell kann in Gips, Papier, Blech, Karton, Holz oder in einem anderen, einfach zu behandelnden Material gebaut werden, welches der Entwurfsidee entspricht.

Bachelor II Metropolitana Sub_Lagunare Veneziana SS 2010
Ü2 Schwelle
Um die Städte, in denen wir leben oder die wir bereisen, besser sehen und verstehen zu können, braucht es neben der Einsicht in die Geschichte eines Ortes auch die eigene Auseinandersetzung mit diesem. Man versteht lediglich das, wofür man einen Erkenntnisschlüssel besitzt, und sieht in der Regel nur, was man weiß.

„Venedig ist ein Fisch. Schau es dir auf einer  Landkarte an. Es ähnelt einer riesigen Seezunge, die platt auf dem Grund liegt...“ (aus Venedig ist ein Fisch, Tiziano Scarpa)

Venedig als Lagunenstadt - gebaut auf unendlich vielen Pfählen, durchzogen von Kanälen, verbunden durch Brücken mit Treppen, die auf Plätze führen - folgt einem spezifischen Rhythmus von Stadt.   
Analysiere grafisch die verschiedenen Schwellen der Stadt (ohne Massstab). Dabei geht es um Übergänge (Kanten) zwischen Land und Wasser, Schnittstellen zwischen verschiedenen Quartieren und Übergänge zwischen Plätzen und Straßen. 
Die Ausschnitte der Stadt sind hierbei frei wählbar und können sich auch auf die gesamte Figur beziehen. Ausgangsmaterial ist der Übersichtsplan der Stadt. Katalogisiere in einem ersten Schritt die verschiedenen Schwellen in Schnitt und Grundriss (abstrahiert, schwarz/ weiß) und achte auf eine präzise Darstellung.
Entwickle auf der Grundlage der grafischen Analyse ein räumliches Motiv und transformiere es in ein Gipsmodell.
tic), 2002. Mixed media. Haunch of Venison staircase. (676 x 584 x 245 cm.)